Februar 2021

Sterntaler

2021-02-20T18:07:02+01:00

Wenn Kreise sich um Sterne schließen … und die Dinge, die man am liebsten tut, sich wie von selbst ineinanderfügen, dann wird es einem mit voller Wucht bewusst, was für ein Wunder das Leben doch ist. Schreiben und Malen, das sind meine beiden Liebsten. Das Schrei­ben war zuerst da, könntest du denken, wenn du verfolgst, was ich von mir zeige. In Wahrheit ist es an­ders. In Wahrheit bin ich von Kleinkind an eine Malerin. Eine Künstlerin, das wollte ich insgeheim immer sein. Und ich wette, zu der Zeit, als die erste Sternensache passierte, habe ich auch schon gemalt. Doch zuerst habe ich es aufgeschrie­ben, was ich da erlebt habe, für ein Buch. Es war nachts unter dem blanken Mond, diese erste Sternensache, ich war ganz allein draußen in der Kälte. Drei muss ich gewesen sein oder vier. So genau weiß ich das nicht mehr. Ich bin aufgewacht damals mitten in der Nacht, ob von Hautjucken oder Durst oder einem bösen Traum, auch das weiß ich nicht mehr. Nur, dass ich durchs Haus geirrt bin. Ein altes Bauernhaus war es, in dem wir damals lebten. Ausgetretene, knarrende Holzstufen und zur Haustür hinunter welche aus Stein. Ich spüre sie noch jetzt

Sterntaler2021-02-20T18:07:02+01:00

Gedanken, Teil 2

2021-02-20T14:48:11+01:00

Bist du Herrin oder Sklavin deiner Gedanken? „War nur so ein Gedanke!“  Den Satz hast du bestimmt auch schon einmal gesagt, oder? Vermutlich in einer Situation, als du etwas vorgeschlagen, eingewendet, angemerkt hast, das dann nicht ernst genommen wurde von deiner Zuhörerschaft. Und vielleicht warst du ein bisschen beleidigt, vielleicht aber hast du es mit Gleichmut akzeptiert oder sogar selbst abgewunken, weil du schon weißt: es war tatsächlich nur ein Gedanke. Bravo, du Meisterin deines Hirns! Denn für gewöhnlich nehmen wir selbst ziemlich ernst, was da so in unserem Kopf vorgeht. Und da oben ist eine Menge los. Unentwegt jagen uns Gedanken durch den Kopf. Das Hirn beschäftigt sich selbst, dazu ist es da. Vor allem ist es für uns da. Was sich da oben in den grauen Zellen abspielt, ist das Hin- und Herschicken von Ein­drücken, Wahrnehmungen, Empfin­dungen, die unser Him tagtäglich so registriert. Während unser Bewusst­sein etwa 40 Dinge pro Sekunde bemerkt, speichert das Unterbewussten um und bei 500 mal so viel ab. Der ganze Kram, der uns täglich widerfährt, muss ja irgendwohin. Und so jagen diese Reize und Eindrücke durch die Nervenbahnen unseres Gehirns, benutzen alte Verbindungen, erschaffen neue, bis das Ganze, verknüpft mit all unseren

Gedanken, Teil 22021-02-20T14:48:11+01:00

Gedanken, Teil 1

2021-02-20T14:41:26+01:00

Die Gedanken sind frei ... ... und sie bringen dich um, wenn du sie lässt. Mit den Dingern muss man höllisch vorsichtig sein! Ich bin so dankbar, gelernt zu haben, meinen Gedanken keine Macht über mich zu gewähren, dass ich daraus einen Dankbarkeitszettel für meine Sammelbox gemacht habe – zum immer wieder Drauschauen. Neulich in der Nacht war diese Fähigkeit bitter nötig. Ich hatte undefinierbare Schmer­zen im Rücken und manchmal zog es auch im Bauch. Beides rechtsseitig. Ich machte Yogaübungen, wärmte die Stellen, aber so richtig wollte es nicht besser werden. Geschlafen habe ich in diesen Nächten so leidlich, mal besser mal schlechter. Eines Nachts wachte ich mit Blasendruck auf. Ich war verschwitzt und hatte ziemliche Schmerzen. Die waren auch nach dem Toilettengang nicht besser. Schon ging es los, das Kopfkino: Was, wenn…? Ich tastete die Bauchdecke ab, nichts, außer das Ziepen rückseitig, wenn ich flach auf dem Rücken flach lag. Das Schwitzen beunruhigte mich. (Ich hatte auch am Tag geschwitzt, als ich in der Stadt Besorgungen gemacht hatte.) Was, wenn ich einen entzündeten Blinddarm hatte? Was, wenn der jeden Moment durchbricht? Nochmals tastete ich die Stellen ab, die ich mal gehört hatte. Nichts. Die Schmerzen wurden drängender, brennend

Gedanken, Teil 12021-02-20T14:41:26+01:00

Im Auge des Betrachters

2021-02-20T11:48:49+01:00

Dieses Bild ist total misslungen! Du willst mir gerade den Vogel zeigen, stimmt’s? Würde ich wahrscheinlich auch machen, wenn ich nur Betrachter des Bildes wäre und nicht dessen Urheberin. Denn eigentlich ist es ja ganz nett. Es hat freundlich-frische, ja fröhliche Farben, besitzt Dynamik in den Formen, die Blätter streben nach oben, pralle Blüten zeigen sich, da ist reichlich Leben und jeder denkt an den gerade hereinbrechenden Frühling. Der steht sogar in Buchstaben auf dem Blatt: “spring, spring …“. Englisch, okay, meinetwegen. Oder ist es doch die Befehlsform für „springen“? Du siehst mich die Schultern zucken. Hier sind wir beim eigentlichen Kern, der Sache: Was du siehst und was ich „produziert” habe, sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Berücksichtigst du dann noch, was ich vorgehabt habe zu gestalten, dann wirst du meine Aussage vom Anfang nachvollziehen können. Das ist ein vollkommen misslungenes Bild! Zuerst habe ich mit Bleistift die Umrisse der Hintergrundflächen, Blüten und Blätter aufgezeichnet in einer Anordnung, die mir gefiel. So weit im Plan. Maskierflüssigkeit habe ich benutzt, um die Blüten anzulegen, etwas Neues für mich bis dahin. Na klar, wirst du vielleicht denken, wenn man was Neues ausprobiert, kann das beim ersten Mal schon mal

Im Auge des Betrachters2021-02-20T11:48:49+01:00

Der lange Weg heim

2021-02-20T11:32:57+01:00

Nimm den langen Weg heim! Wer pendelt, fürchtet oft eines: Umleitung!Der tausendfach eingeübte und so gewohn­te Weg, den wir täglich einmal in die eine und einmal in die andere Rich­tung zurücklegen, ist versperrt. Diesen Weg könnten wir im Schlaf nehmen, wir kennen jede Biegung, jede Ampelphase, jeden Grashalm am Weg. Und auf einmal: eine Sperrung. Warum, ist egal. Wir können diesen Weg nicht benutzen. Was für ein Ärgernis!  Stopp! Ist es das wirklich, ein Ärgernis? Oder ist so ein Umweg nicht vielleicht auch eine Chance? Die Idee zu diesem Text kam mir beim Stöbern in der Online-Buchhandlung. Nirgends wird es einem leichter gemacht, auf Umwege zu geraten, als in den Empfehlungssystemen von Online-Shops. Das kennst du sicher, oder? Hölzchen und Stöckchen? Du suchst eine bestimmte Sache und auf einmal fin­dest du etwas, das dich anspricht. Das hast du gar nicht gesucht, aber gefunden. Was für ein Glück!So ging es mir gestern mit einem Buch. „Field Guide to getting lost“ – zu deutsch: “Die Kunst, sich zu verlieren”. Das Buch wollte ich schon immer einmal lesen. Als ich zum ersten Mal von dieser „Getting lost”-Idee hörte, sprang et­was in mir an. Sich absichtlich ver­laufen? Was für ein… Moment mal. Kein Quatsch! Ohne es je so

Der lange Weg heim2021-02-20T11:32:57+01:00

Das Glück ist in dir!

2021-02-19T20:27:11+01:00

Glück geht nicht weg! Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich einen schlechten Tag. So einen richtig miesen, du weißt, wie sich das anfühlt, schätze ich. Die Glieder sind schwer, jede Bewegung ist zäh, als trüge ich eine riesengroße Last auf meinen Schultern. Dunkle Wolken ballten sich im Kopf, als wäre mein Geist von einer schwarzen dichten Decke niedergedrückt. Sogar das morgendliche „Was bin ich doch für ein Glückspilz“, das mich sonst beim Morgenseiten-Schreiben zum Lächeln bringt, fühlte sich gelogen an, voll­kommen falsch. Die Ursache dafür hatte ich rasch gefunden, inzwischen bin ich geübt darin. Es hatte eine Situation gegeben, in der ich gegen meine innere Überzeugung ge­handelt hatte, in der mich jemand zu etwas hatte drängen wollen, was ich aber nicht wollte, eine Erinnerung war hochgekommen, die mit einer schlimmen Ver­letzung einhergegangen war und in ihrer Folge eine limitierende Über­zeugung über mich selbst begründet hatte. Es kann eines von diesen verschiedenen Dingen gewesen sein, die mich belasteten. Was auch immer es war, auf die Ursache kommt es letzt­lich gar nicht an, sondern nur … auf meine Reaktion, darauf, wie ich mit der Schwermut umgehe, die mich immer wieder mal überfällt, weil ich die Menschen nicht daran hindern kann,

Das Glück ist in dir!2021-02-19T20:27:11+01:00

Grenzen

2021-02-19T20:26:45+01:00

Grenzen Unsere Möglichkeiten sind begrenzt - von dem, was wir für möglich halten. (Ernst Ferstl) Mein Schatz sieht ab und zu gern Western. Jetzt, an Ostern, lief “Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe.” Darin kommt ein Gefängnis vor, nigelnagelneu, bloß fehlen die Gitter. Doch der neue Sheriff weiß sich zu helfen. Er zieht auf dem Boden eine Linie: bis hierhin und nicht weiter, sagt er dem Delinquenten, und wenn er doch auf die Idee käme, die Linie zu übertreten, finge er sich eine Kugel. Was für ein Quatsch, magst du denken, eine Linie auf dem Fußboden hält doch niemanden auf. Dann will ich dir noch eine Geschichte erzählen. In meinen Malkursen fangen wir ein Bild manchmal mit einer Vorzeichnung an, einem unperfekten Kreis für den Körper eines Vogels zum Beispiel. Und wenn wir danach mit Aquarellfarben ans Ausmalen gehen, höre ich manchmal die Frage: darf ich über den Rand malen? Natürlich darfst du! Ausdrücklich sogar, antworte ich dann. Wenn wir also Linien auf dem Boden als Gefängnistür respektieren (ob im Film oder im Leben) und wir glauben, um Erlaubnis bitten zu müssen, eine selbstgezeichnete Bleistiftlinie übermalen zu dürfen, wie sieht es dann mit anderen Begrenzungen in unserem

Grenzen2021-02-19T20:26:45+01:00

Ein Schritt

2021-02-19T20:26:09+01:00

Die längste Reise Auch eine Reise von 10.000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt. Lao Tsu Da ist dieser Traum in meinem Kopf, der Tag für Tag seine Wurzeln schlägt in mein Denken, Fühlen und Handeln. Es ist der Traum von einem Ort, an dem ich Menschen Raum gebe dafür, ihre Kreativität zu entdecken und sie zu leben. Kreativität – das klingt für viele nach Kunst, Abgehobenheit, Arroganz, nach komplizierten Denkweisen, Intellektualität. Das ist nur was für besondere Leute. Genau hier liegt ein Denkfehler, den ich gern beseitigen möchte. Wir alle sind kreativ. Kreativität ist uns Menschen angeboren. Jeder Mensch ist eine einzigartige Kombination aus Zellen, Gedanken, Gefühlen, Bestrebungen, wohin es im Leben gehen soll. Jeder Mensch vollbringt in seinem Tun Einzigartiges. Wir alle sind einmalig. Hast du schon einmal ein Erdbeere mittig auf dein Frühstücksmüsli platziert? Ja, oder? War das nötig? Nein, war es nicht. Aber es war ein Ausdruck deiner Selbst, weil irgendein Impuls aus deinem Inneren dich dazu gebracht hat, diese Erdbeere dort zu platzieren. Hast du als Kind Kringel über die „i“s gemalt oder mit einem Stöckchen Muster in den Staub? Hast du Sandburgen gebaut oder Gedichte geschrieben? Hast du Kugelschreiber auseinandergeschraubt oder mit Legosteinen

Ein Schritt2021-02-19T20:26:09+01:00

Auf dem Gipfel

2021-02-19T20:27:35+01:00

Wozu sind Täler da? Damit du auf Berge klettern kannst, über allem stehst und erkennst, wie schön die Welt doch ist. Neulich traf ich eine Bekannte, die mir zum neuen Buchvertrag gratulierte. Ich be­dankte mich, erzählte ihr davon, wie sehr es mich freut, da gerade alles so toll läuft mit dem Schreiben und mit dem Malen und wie es dazu kam, dass ich mir all das endlich erlaube, nachdem ich so viele Jahre glaubte, nichts zu sagen zu haben und erst recht nichts zu können. Natürlich hat das nie gestimmt, irgendetwas hatte ich ja hier und da richtig gemacht, aber wie hätte ich das sehen sollen mit all den negativen Glaubenssätzen über mich selbst? Ich fuhr mit dem Gefühl nach Hause: Ja, das gehört alles zu mir, diese dauernden Veränderungen, der beständige Wandel, die hunderttausend Interessen, dass ich heute dies und morgen das total spannend finde – und den Luxus genieße, diesen vielen Interessen sogar nachgehen zu können. Wie im Moment dem Malen. Mit einem Glücksgefühl, aber auch einer Spur Müdigkeit im Leib setzte ich mich am Nachmittag an den Maltisch. Bevor ich anfange, mache ich eine Medi­tation, bei der ich in mich hineinhorche, was da gerade ist. Ich

Auf dem Gipfel2021-02-19T20:27:35+01:00

Willkommen in der Kreasphäre

2021-02-20T10:20:13+01:00

Willkommen in der Kreasphäre +++ Update Januar 2021 +++ Die Idee der Kreasphäre wächst und gedeiht in meinem Herzen. Inzwischen hat sich die Örtlichkeit in meinem inneren Schaukasten verändert. Statt eines Gutshofs ist ein Anwesen daraus geworden, eine Art Herrenhaus, ganz ähnlich der „Charles Xaviers School for Gifted Youngsters“ aus den X-Men-Filmen: herrschaftlich, hohe Räume, großer Park drumherum, ganz in der Nähe des Meers mit jede Menge Menschen, die dort arbeiten, sodass meine Mitbewohner und ich uns voll und ganz der Weiterentwicklung unserer kreativen Fähigkeiten hingeben können und viel viel viel Zeit mit den Stipendiaten und Gästen des Hauses verbringen können, die dort zeitweise leben. Die restliche Idee der „Kreasphäre“ bleibt unverändert. Seit dem letzten Update hat sich einiges verändert im Atelier am Rain: Der Corona-Pandemie ist es geschuldet, dass im Atelier selbst keine Kurse mehr stattfinden. Dafür sind seit Mai 2020 eine ganze Reihe von Online-Kursen, Video-Tutorials, Trainings und anderen Online-Angeboten entstanden. Die virtuelle Kreasphäre lebt bereits! Der nächste Schritt: "Malfreunde TV"! Den YouTube-Kanal gibt es bereits. Dafür danke ich allen meinen Ratgeber*innen, meinen Unterstützer*innen und natürlich den wunderbaren Teilnehmer*innen meiner Kurse, an vorderster Stelle jedoch meinen beiden besonderen Freundinnen Silvia Eichhoff (Instagram: @knallisart), mit der ich den

Willkommen in der Kreasphäre2021-02-20T10:20:13+01:00
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