Februar 2021

Der lange Weg heim

2021-02-20T11:32:57+01:00

Nimm den langen Weg heim! Wer pendelt, fürchtet oft eines: Umleitung!Der tausendfach eingeübte und so gewohn­te Weg, den wir täglich einmal in die eine und einmal in die andere Rich­tung zurücklegen, ist versperrt. Diesen Weg könnten wir im Schlaf nehmen, wir kennen jede Biegung, jede Ampelphase, jeden Grashalm am Weg. Und auf einmal: eine Sperrung. Warum, ist egal. Wir können diesen Weg nicht benutzen. Was für ein Ärgernis!  Stopp! Ist es das wirklich, ein Ärgernis? Oder ist so ein Umweg nicht vielleicht auch eine Chance? Die Idee zu diesem Text kam mir beim Stöbern in der Online-Buchhandlung. Nirgends wird es einem leichter gemacht, auf Umwege zu geraten, als in den Empfehlungssystemen von Online-Shops. Das kennst du sicher, oder? Hölzchen und Stöckchen? Du suchst eine bestimmte Sache und auf einmal fin­dest du etwas, das dich anspricht. Das hast du gar nicht gesucht, aber gefunden. Was für ein Glück!So ging es mir gestern mit einem Buch. „Field Guide to getting lost“ – zu deutsch: “Die Kunst, sich zu verlieren”. Das Buch wollte ich schon immer einmal lesen. Als ich zum ersten Mal von dieser „Getting lost”-Idee hörte, sprang et­was in mir an. Sich absichtlich ver­laufen? Was für ein… Moment mal. Kein Quatsch! Ohne es je so

Der lange Weg heim2021-02-20T11:32:57+01:00

Auf dem Gipfel

2021-02-19T20:27:35+01:00

Wozu sind Täler da? Damit du auf Berge klettern kannst, über allem stehst und erkennst, wie schön die Welt doch ist. Neulich traf ich eine Bekannte, die mir zum neuen Buchvertrag gratulierte. Ich be­dankte mich, erzählte ihr davon, wie sehr es mich freut, da gerade alles so toll läuft mit dem Schreiben und mit dem Malen und wie es dazu kam, dass ich mir all das endlich erlaube, nachdem ich so viele Jahre glaubte, nichts zu sagen zu haben und erst recht nichts zu können. Natürlich hat das nie gestimmt, irgendetwas hatte ich ja hier und da richtig gemacht, aber wie hätte ich das sehen sollen mit all den negativen Glaubenssätzen über mich selbst? Ich fuhr mit dem Gefühl nach Hause: Ja, das gehört alles zu mir, diese dauernden Veränderungen, der beständige Wandel, die hunderttausend Interessen, dass ich heute dies und morgen das total spannend finde – und den Luxus genieße, diesen vielen Interessen sogar nachgehen zu können. Wie im Moment dem Malen. Mit einem Glücksgefühl, aber auch einer Spur Müdigkeit im Leib setzte ich mich am Nachmittag an den Maltisch. Bevor ich anfange, mache ich eine Medi­tation, bei der ich in mich hineinhorche, was da gerade ist. Ich

Auf dem Gipfel2021-02-19T20:27:35+01:00
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